Haben Sie Zeit zum Zuhören?Ehrenamtliches Engagement hat viele Motive
Wir werden oft gefragt: „Wie motivieren Sie zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Arbeit bei der Evangelischen TelefonSeelsorge?”
Pfarrer Jürgen Arlt
Wir sind dankbar für das große Interesse an der ehrenamtlichen Mitarbeit unserer TelefonSeelsorger. Hier in München sind wir in der glücklichen Lage, nicht extra Werbung machen oder gar Anzeigen schalten zu müssen.
Die Interessenten nehmen von sich aus mit uns Kontakt auf – sei es, weil ein Mitarbeiter sie angesprochen hat: „Du, das wäre doch auch etwas für dich!” Sei es, weil sie unmittelbar auf unsere Arbeit aufmerksam geworden sind.
Immer wieder werden wir eingeladen, unsere Arbeit in Gottesdiensten, bei Gesprächskreisen und bei der Münchner Freiwilligenmesse oder in anderen Foren bürgerschaftlichen Engagements vorzustellen. Und wir nehmen diese Einladungen als Elemente unserer Öffentlichkeitsarbeit gerne wahr.
Etwas an andere zurückgeben
Viele Bewerberinnen und Bewerber wollen, wie sie sagen, „etwas Sinnvolles, Sinnstiftendes tun” und landen so bei uns. Einige haben persönliche Krisen durchlitten, durchlebt und am Ende gut überstanden. Sie wollen als Dank dafür etwas an andere zurückgeben.
Eine Motivation zur Mitarbeit ist sicher auch die fundierte einjährige Ausbildung, die dem Dienst am Telefon vorausgeht und die für die Teilnehmer kostenlos ist. Etwas für andere tun und dabei auch etwas für sich bekommen, einen Zuwachs an Kompetenz, an Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, eine Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten – diese Haltung begegnet uns in vielen Auswahlgesprächen immer wieder. Und das ist völlig in Ordnung.
Es gibt ganz verschiedene Wege und Motive für eine Mitarbeit in der Evangelischen TelefonSeelsorge. Und am Ende steht als Ziel, sich am Telefon oder im Chat zu melden mit „TelefonSeelsorge, Grüß Gott!” und dann ganz Ohr zu sein für die Anrufenden.







