Einblicke in die GeschichteVon den Anfängen der Evangelischen TelefonSeelsorge München
Am 12. Mai 1968 wurde die Evangelische TelefonSeelsorge München mit einem Abendgottesdienst in der St.-Matthäus-Kirche in der bayerischen Landeshauptstadt eröffnet.
Anfangs kümmerten sich 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Ratsuchenden. „Für 20 Pfennig kann jeder Tag und Nacht einen Menschen finden, der ihm zuhört, ihm einen Rat gibt oder ihn an einen erfahrenen Fachmann weitervermittelt”, so Heinrich Schmidt, erster Leiter der Evangelischen TelefonSeelsorge München. Im ersten Jahr wurden 2 815 Anrufe registriert, 1972 waren es schon 10 000 und 1983 dann 20 000. Heute kümmern sich rund 120 Ehrenamtliche unter der Leitung von Pfarrer Jürgen Arlt und der Sozialpädagogin Bettina Irschl um die 24 000 Anrufe pro Jahr. Dabei geht es um Themen wie Einsamkeit, Sinnsuche und Beziehungsprobleme.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in wöchentlichen Ausbildungsgruppen über neun Monate intensiv auf ihren Einsatz in der Evangelischen TelefonSeelsorge vorbereitet. Persönliche Voraussetzungen für diese Tätigkeit sind Belastbarkeit, Offenheit und Flexibilität.
Finanziert wird die TelefonSeelsorge von der Evangelischen Landeskirche (65%), der Landeshauptstadt München (12%) und einem wachsenden Eigenmittelanteil (23%). Neben einer Anpassung im Personalbereich führt diese Entwicklung auch zu einer Intensivierung der Fundraising-Aktivitäten.
Durch die zunehmende Sinnentleerung der Gesellschaft hat die Evangelische TelefonSeelsorge als niedrigschwelliges Beratungsangebot eine immer größere Bedeutung.








